Chiropraktik & Osteopathie Sinsheim Chiropraktik & Osteopathie Sinsheim
Leistung

Chiropraktik in Sinsheim

Chiropraktik ist der Schwerpunkt dieser Praxis. Untersucht wird mit den Händen: wo an Wirbelsäule und Gelenken Bewegung eingeschränkt ist. Behandelt wird erst danach. Was wir finden, fließt zusammen mit Anamnese, Beschwerden, Bewegungsprüfung und Gegenanzeigen in die Entscheidung ein.

Was Chiropraktik ist

Chiropraktik ist ein manuelles Verfahren. Sie befasst sich mit der Funktion von Gelenken – vor allem der Wirbelsäule – und mit dem Zusammenspiel von Gelenk, Muskulatur und Nervensystem. Untersucht wird durch Tasten und Bewegen: Beweglichkeit einzelner Segmente, Seitenvergleich, Muskelspannung, Haltung und Bewegungsmuster im Stehen und Gehen.

Erst aus diesem Befund ergibt sich, ob behandelt wird, an welcher Stelle und mit welcher Technik. Es gibt Techniken mit kurzem Impuls und Techniken ohne – welche in Frage kommt, hängt vom Befund ab, nicht von der Gewohnheit des Behandlers.

Warum es umgangssprachlich Einrenken heißt

„Einrenken“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung; auch Krankenkassen und Gesundheitsportale verwenden sie so. Fachlich trifft sie nicht zu: Ein Gelenk ist nicht ausgerastet, sondern in seiner Bewegung eingeschränkt. Die Behandlung justiert die betroffene Struktur – mit dem Ziel, ihre Beweglichkeit zu verbessern. Das Knackgeräusch, das dabei manchmal entsteht, entsteht durch gelöste Gase in der Gelenkflüssigkeit – nicht durch einen Wirbel, der zurückspringt.

Wir stellen das ausdrücklich klar, weil es die häufigste Fehlvorstellung ist – und weil die zweite daraus folgt: dass es knacken muss, damit die Behandlung wirkt. Muss es nicht.

Chiropraktik, Chirotherapie, Chiropraktor – wer darf was?

Alle drei Begriffe stehen für manuelle Arbeit an Gelenken, kommen aber aus unterschiedlichen Systemen. Chirotherapie ist eine ärztliche Zusatzbezeichnung. Chiropraktor bezeichnet international einen eigenständigen Studienabschluss. Chiropraktiker ist in Deutschland nicht geschützt – die Bezeichnung allein sagt nichts über die Qualifikation.

Entscheidend ist deshalb nicht der Begriff, sondern die Erlaubnis: Chiropraktik ist Ausübung von Heilkunde und darf ohne Approbation nur mit einer Erlaubnis nach § 1 des Heilpraktikergesetzes erbracht werden. In dieser Praxis behandeln ausschließlich Heilpraktiker mit dieser Erlaubnis.

Belegbar ist auch die Ausbildung. Markus Weis hat rund 280 Stunden an der Chiropraktik Schule Berlin absolviert, der Verbandsschule des Bundes deutscher Chiropraktiker: Sacro-Occipital-Technik über ein Jahr, dazu Techniken für die Halswirbelsäule und die Manuelle Organ Therapie. Ergänzt wird das durch das Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos, abgeschlossen mit praktischer und theoretischer Prüfung.

Bei Lena Steinbrenner sind dieselben manuellen Impulstechniken – fachlich HVLA, hohe Geschwindigkeit bei geringer Amplitude – Teil des osteopathischen Curriculums der International Academy of Osteopathy: Manipulationstechniken an Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule sowie am Iliosakralgelenk, einschließlich der Anpassung an Alter und Verfassung und der Kenntnis der Gegenanzeigen. Dazu kommen 120 Stunden Ausschlussdiagnostik – also die Frage, wann nicht behandelt, sondern weiterverwiesen wird.

Ob Chiropraktik oder Osteopathie zu Ihrem Anliegen passt, ergibt sich aus dem Befund. Die Unterschiede stehen hier.

Nahaufnahme: Hände tasten ruhig die Halswirbelsäule einer bekleideten Patientin ab, die entspannt auf dem Rücken liegt
Immer der erste Schritt

Der Erstbefund: 60 Minuten ganzheitliche Befundaufnahme

Zur Sicherung der Qualität und der Sicherheit unserer Patienten beginnt bei uns jede Behandlung mit einer ganzheitlichen Befundaufnahme von 60 Minuten. Sie ist kein Zusatzangebot, sie ist Voraussetzung – und sie wird nicht abgekürzt.

Erhoben wird sie patientenspezifisch und individuell. Zwei Menschen mit denselben Schmerzen bekommen nicht denselben Befund, weil Vorgeschichte, Belastung und Beweglichkeit nicht dieselben sind. Aus dem Befund ergibt sich, ob manuelle Behandlung angezeigt ist, welche Methode passt und mit welchem Aufwand zu rechnen ist.

Anamnese Haltung und Bewegung Gelenkfunktion Gegenanzeigen ausschließen Behandlungsplan Kosten schriftlich

60 Minuten, 120 Euro. Eine erste Behandlung im selben Termin ist möglich, wenn der Befund sie zulässt – sie ist aber nie der Zweck der Untersuchung. Ergibt der Befund, dass manuelle Behandlung nicht angezeigt ist, behandeln wir nicht.

Anlässe

Wann Menschen zur Chiropraktik kommen

Tippen Sie an, was auf Sie zutrifft – darunter steht, was wir bei dieser Beschwerde untersuchen und was wir tun können. Sie können auch mehrere auswählen.

Tippen Sie oben an, was auf Sie zutrifft. Hier erscheint dann, was wir bei dieser Beschwerde untersuchen und was wir tun können.

Rückenschmerzen

Was wir untersuchen. Die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule Abschnitt für Abschnitt, die Stellung des Beckens, die Muskelspannung ringsum und den Seitenvergleich. Dazu Tests, die zeigen, ob Nerven beteiligt sind.

Was wir tun können. Wo Bewegung fehlt, behandeln wir gezielt mit den Händen – mit kurzem Impuls oder ohne, je nachdem, was der Befund zulässt. Dazu bekommen Sie zwei oder drei Bewegungen mit, die im Alltag entlasten.

Zuerst ärztlich abklären: Bei Taubheit, Kraftverlust im Bein, Störungen beim Wasserlassen, ungewolltem Gewichtsverlust oder Fieber behandeln wir nicht, sondern verweisen an einen Arzt.

Hexenschuss

Was wir untersuchen. Zuerst, ob eine akute Blockierung mit Muskelschutzspannung vorliegt – oder etwas, das nicht manuell behandelt werden darf. Diese Unterscheidung ist der wichtigste Teil des Termins.

Was wir tun können. In der akuten Phase arbeiten wir vorsichtig und ohne Impuls, um die Schutzspannung zu lösen. Kräftigere Techniken kommen erst, wenn der Zustand es zulässt – oft im zweiten Termin.

Zuerst ärztlich abklären: Bei Taubheit im Reithosenbereich, Kraftverlust oder Problemen beim Wasserlassen ist das ein Notfall und gehört sofort ärztlich versorgt.

Steifer Nacken und Nackenblockade

Was wir untersuchen. Drehung und Neigung der Halswirbelsäule abschnittsweise, die Muskulatur, und ob Kiefer oder Schultergürtel mitbeteiligt sind. Vor jeder Behandlung an der Halswirbelsäule fragen wir Gefäßerkrankungen, Blutverdünner und Risikofaktoren ab.

Was wir tun können. Gezielte Mobilisation der Abschnitte, die sich weniger mitbewegen. Es gibt Techniken ganz ohne Impuls – wenn Sie das Knackgeräusch nicht möchten, arbeiten wir so.

Zuerst ärztlich abklären: Bei Schwindel, Sehstörungen, Sprech- oder Schluckstörungen, Taubheit im Gesicht oder einem neuen, ungewohnt starken Kopfschmerz behandeln wir nicht.

Beschwerden im Iliosakralgelenk

Was wir untersuchen. Stellung und Beweglichkeit des Iliosakralgelenks im Seitenvergleich, die Funktion der Hüfte und die Muskulatur, die das Becken hält.

Was wir tun können. Ist das Gelenk in seiner Bewegung eingeschränkt, behandeln wir es manuell. Meist gehört die Beckenmuskulatur mit dazu, sonst kommt die Einschränkung zurück.

Bewegungseinschränkung nach langem Sitzen

Was wir untersuchen. Welche Abschnitte sich weniger mitbewegen – häufig die Brustwirbelsäule und die Hüftbeuger – dazu Haltung, Atmung und wie Ihr Arbeitsplatz eingerichtet ist.

Was wir tun können. Manuelle Behandlung der betroffenen Abschnitte, dazu zwei oder drei Übungen, die im Büro tatsächlich umsetzbar sind. Ohne Änderung im Alltag kommt es wieder – das sagen wir Ihnen offen, statt Termine zu verkaufen.

Kopfschmerzen mit Bezug zur Halswirbelsäule

Was wir untersuchen. Ob die Halswirbelsäule beteiligt ist: Beweglichkeit der oberen Kopfgelenke, Druckpunkte, Kiefer und Schultergürtel. Ein Teil der Kopfschmerzformen hat andere Ursachen – das grenzen wir ab, statt es zu übergehen.

Was wir tun können. Zeigt der Befund eine Beteiligung der Halswirbelsäule, behandeln wir die betroffenen Abschnitte. Zeigt er keine, sagen wir das – und behandeln nicht auf Verdacht.

Zuerst ärztlich abklären: Bei plötzlich einsetzendem, ungewohnt starkem Kopfschmerz, bei Fieber mit Nackensteife oder bei neurologischen Ausfällen gehört das sofort ärztlich abgeklärt.

Schulter- und Armbeschwerden

Was wir untersuchen. Schultergelenk und Schulterblatt in der Bewegung, die Beteiligung von Hals- und Brustwirbelsäule, und Tests darauf, ob ein Nerv im Spiel ist.

Was wir tun können. Häufig sitzt die Ursache nicht dort, wo es weh tut. Wir behandeln, was der Befund zeigt – das Gelenk, den Wirbelsäulenabschnitt oder beides.

Zuerst ärztlich abklären: Bei Kraftverlust, anhaltender Taubheit oder Beschwerden nach einem Sturz zuerst ärztlich abklären lassen.

Beschwerden nach einseitiger Belastung im Beruf

Was wir untersuchen. Welche Abschnitte die Belastung tragen und welche ausgleichen müssen. Dazu Fragen zu Arbeitsplatz, Werkzeug, Schichtlänge und Pausen.

Was wir tun können. Manuelle Behandlung der betroffenen Abschnitte – und eine ehrliche Einschätzung, was sich am Arbeitsplatz ändern muss. Ohne diese Änderung bleibt jede Behandlung Symptomarbeit.

Das ist eine Information, keine Diagnose. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, ergibt sich erst aus der Befundaufnahme im ersten Termin.

Was wir nicht tun. Keine Behandlung ohne Befund. Keine Serie ohne Indikation. Keine Versprechen auf Heilung. Wir arbeiten nicht mit Erfolgsquoten und empfehlen nicht, was medizinisch nicht sinnvoll ist.

Wenn wir nicht die Richtigen für Ihr Anliegen sind, sagen wir Ihnen das – und wenn möglich, wohin Sie sich besser wenden. Wo die Grenzen unserer Methoden liegen, weisen wir auf ärztliche Behandlungsmöglichkeiten hin.

Ablauf

Wie eine Folgebehandlung aussieht

60 Minuten Aufenthalt bei 20 Minuten Behandlung. Die Zeit davor und danach gehört zum Termin. Der Erstbefund läuft anders – er steht weiter oben.

Ankommen10 Min.
Vorbereitung20 Min.
Behandlung20 Min.
Nachruhe10 Min.

Aufklärung vor dem Eingriff

Vor jeder chiropraktischen Behandlung sagen wir, was wir tun, was Sie dabei spüren und welche Risiken bestehen – bei Chiropraktik zusätzlich schriftlich. Das ist nach § 630c und § 630e BGB vorgeschrieben und bei einer Behandlung mit Impuls auch fachlich geboten. Ablauf im Detail

Was es kostet

Erstbefund 120 Euro, Folgebehandlung 60 Euro inklusive der 60 Minuten Aufenthalt. Die Kosten erhalten Sie vor Behandlungsbeginn schriftlich. Alle Preise und die Frage der Erstattung stehen auf der Kostenseite.

FAQ

Häufige Fragen zur Chiropraktik

Muss es beim Chiropraktiker knacken?

Nein. Das Geräusch entsteht, wenn sich im Gelenk gelöste Gase ausdehnen. Es ist kein Zeichen für Erfolg und kein Ziel der Behandlung. Es gibt auch Techniken ganz ohne Impuls – wenn Sie das Geräusch nicht möchten oder es nicht angezeigt ist.

Tut eine chiropraktische Behandlung weh?

Die Behandlung soll nicht schmerzhaft sein. Manche Griffe sind ungewohnt, manche Stellen druckempfindlich. Sagen Sie jederzeit Bescheid – wir arbeiten in dem Rahmen, der für Sie in Ordnung ist.

Leiern die Gelenke aus, wenn ich öfter komme?

Diese Sorge hören wir oft. Eine chiropraktische Behandlung dehnt kein Gelenk aus, sondern arbeitet an seiner Beweglichkeit. Wie viele Termine sinnvoll sind, ergibt sich aus dem Befund – wir empfehlen keine Serie, die fachlich nicht begründet ist.

Kann ich mir Wirbel selbst einrenken?

Vom eigenständigen Drehen und Ziehen am Nacken raten wir ab. Sie erzeugen dabei zwar oft ein Geräusch, aber meist an einem Gelenk, das ohnehin beweglich ist – nicht an dem, das die Beschwerden macht. Eine gezielte Behandlung setzt eine Untersuchung voraus.

Wann behandeln wir nicht?

Bei manchen Vorerkrankungen ist manuelle Behandlung nicht angezeigt – etwa bei Gefäßerkrankungen, ausgeprägter Osteoporose, akuten Entzündungen oder unter blutverdünnenden Medikamenten. Das klären wir im Erstbefund ab. Über Risiken sprechen wir vorher, bei chiropraktischen Behandlungen zusätzlich schriftlich.

Brauche ich Röntgenbilder oder ein MRT?

Nicht zwingend. Wenn Sie Befunde oder Bildaufnahmen haben, bringen Sie sie gern mit – das erspart uns Umwege. Wenn eine Bildgebung sinnvoll erscheint, sagen wir Ihnen das und Sie klären es ärztlich ab.

Termin

Rufen Sie an – wir klären in zwei Minuten, ob wir passen

Am schnellsten geht es telefonisch. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Anliegen zu uns gehört: fragen Sie einfach. Ein Telefonat kostet nichts, und Sie erfahren dabei schon, was der Erstbefund kostet.